Pestel-Studie: Zugang zu Wohneigentum wird schwieriger
Das Pestel-Institut hat im Auftrag der Schwäbisch Hall-Stiftung die sozialen Aspekte des Wohneigentums in Deutschland untersucht. Zentrales Ergebnis: Die Wohneigentumsquote ist in den vergangenen Jahren wieder gesunken.
Nach Hochrechnung des Instituts liegt sie aktuell bei rund 43,5 Prozent – damit liegt Deutschland im EU-Vergleich auf dem letzten Platz Besonders für Haushalte mit unteren und mittleren Einkommen wird der Erwerb eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung zunehmend schwieriger.
Die Studie verweist neben Wohnsicherheit und Altersvorsorge auch auf mögliche Entlastungseffekte für den Mietmarkt. Gleichzeitig benennt sie die finanziellen Hürden des Eigentumserwerbs. Besonders jüngere Haushalte sind betroffen: Fast drei Viertel der 25- bis 45-Jährigen leben demnach zur Miete.
Politisch schlägt das Pestel-Institut unter anderem vor, die Wohneigentumsförderung wieder stärker zu gewichten und Ersterwerber bei der Grunderwerbsteuer zu entlasten. Ziel ist es, die Eigentumsquote schrittweise wieder zu erhöhen.
Für die Kalksandsteinindustrie ist der Befund deutlich: Wenn Wohneigentum für Durchschnittsverdiener immer schwerer erreichbar wird, betrifft das nicht nur den Einfamilienhausbau. Auch Eigentumswohnungen im Geschosswohnungsbau verlieren potenzielle Käufer. Damit schwächt die Entwicklung einen wichtigen Teil der Wohnungsnachfrage zusätzlich.
Die eigentliche Frage ist deshalb nicht nur, wie viele Wohnungen gebaut werden, sondern auch, wer sie sich noch leisten kann.
Die vollständige Studie „Soziale Aspekte des Wohneigentums“ steht zum Download bereit:
