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News | Markt- und Bauwirtschaft
14.07.2026

Der Bestand allein kann die Wohnungsfrage nicht lösen. Wir brauchen dringend Neubau!

Die aktuelle Warnung des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. (GdW) sollte aufmerksam machen: Wenn sozial orientierte Wohnungsunternehmen immer mehr Mittel in Erhalt, Klimaschutz und Umbau des Bestands lenken müssen, fehlt diese Investitionskraft beim dringend benötigten Neubau.

Roland Meißner: Bestand allein löst die Wohnungsfrage nicht
Statement von Roland Meißner, Geschäftsführer des Bundesverbands Kalksandsteinindustrie e.V., zur Bedeutung des Neubaus für die Lösung der Wohnungsfrage.

Und um es ganz klar zu sagen: Das ist kein Gegensatz zwischen Bestandssanierung und Neubau. Beides ist notwendig. Aber der Bestand kann die Wohnungsfrage in Deutschland nicht lösen, wenn schlicht hunderttausende Wohnungen fehlen.

Die Warnung des GdW ist ein deutliches Signal. Wenn Wohnungsunternehmen Investitionen aus dem Neubau in den Erhalt von Wohnungen verschieben müssen, dann geht es nicht um fehlenden Bauwillen, sondern um fehlende Wirtschaftlichkeit. Der Bestand muss erhalten, modernisiert und klimagerecht weiterentwickelt werden. Aber er „ersetzt“ keine Wohnungen, die ja nie gebaut wurden.

Deutschland braucht zusätzlichen bezahlbaren Wohnraum. Dafür müssen Neubauprojekte wieder unternehmerisch verantwortbar werden. Wirtschaftlichkeit ist deshalb keine nachrangige Frage, sondern die Voraussetzung dafür, dass Wohnungsbau überhaupt stattfindet.

Für den mehrgeschossigen Wohnungsbau brauchen wir Bauweisen, die unter realen Bedingungen zuverlässig funktionieren: wirtschaftlich, regional verfügbar, planungssicher und dauerhaft leistungsfähig im Schallschutz, Brandschutz und bei der Tragfähigkeit.

Kalksandstein ist für viele Wohnungsunternehmen genau deshalb seit Jahren ein bewährter Bestandteil wirtschaftlicher Neubauprojekte.